Fachgerechte Reinigung je nach Fassadenmaterial
Wie eine Gebäudefassade gereinigt wird, hängt von ihrer Beschaffenheit ab. Putz, Klinker, Naturstein, Beton, Metall und Glas haben unterschiedliche Eigenschaften und verlangen jeweils ein eigenes Verfahren. Die Verschmutzung selbst entsteht vor allem durch Luftschadstoffe aus Verkehr und Industrie – Ruß, Stickoxide, Schwefelverbindungen –, durch Feuchtigkeit und Staub sowie durch biologischen Bewuchs mit Algen, Moosen und Flechten auf wetterzugewandten Seiten. Gerade in den Industrie- und Verkehrslagen um Leverkusen, Düsseldorf und Mönchengladbach setzt sich dieser Belag schnell an. Rechtzeitige Pflege der Außenwände ist deshalb kein kosmetisches Thema, sondern Teil der Werterhaltung des Bauwerks.
Vor jeder Maßnahme prüfen wir Material, Fugen, Beschichtungen und Schadstellen, legen eine Probefläche an und klären mögliche Auflagen der Kommune, etwa für die Ableitung von Reinigungswasser oder die Aufstellung einer Arbeitsbühne.
Verfahren
Für Putz- und Klinkerfassaden arbeiten wir in der Regel mit Niederdruck-Heißwasser und auf das Material abgestimmten, biologisch abbaubaren Reinigern. Algen, Moose und Flechten werden gelöst und mit einem Bewuchsschutz nachbehandelt. Naturstein, Sichtbeton und denkmalgeschützte Oberflächen reinigen wir schonend mit Partikel- oder Trockeneisstrahlverfahren, die ohne Wasser und ohne chemische Zusätze auskommen. Graffiti entfernen wir mit Spezialentfernern und Niederdruckverfahren; auf Wunsch tragen wir einen Graffitischutz auf, der eine spätere Entfernung erleichtert. Metall-, Aluminium- und Glasfassaden werden mit dem Reinwassersystem bis etwa 20 Meter Höhe vom Boden aus gereinigt. Ziel ist in allen Fällen, Lärm, Staub und belastetes Abwasser so gering wie möglich zu halten.
Fassadenschutz durch Hydrophobierung
Nach der Reinigung lässt sich eine mineralische Fassade durch Hydrophobierung dauerhaft schützen. Bei der Imprägnierung dringt das Hydrophobierungsmittel – Silane oder Siloxane – in das Porengefüge ein und macht die Oberfläche wasserabweisend, ohne die Poren zu verschließen. Regen perlt ab, Wasserdampf kann weiterhin von innen nach außen diffundieren; es bildet sich kein Kondenswasser und kein Nährboden für Algen und Schimmel. Silane dringen tief ein und wirken besonders lange, setzen aber einen trockenen Untergrund voraus; Siloxane lassen sich auch auf leicht feuchten Flächen auftragen.
Davon zu unterscheiden ist die Versiegelung mit Silikonharzen, die die Poren verschließt. Sie erzeugt einen starken Abperleffekt, unterbindet aber die Dampfdiffusion und verändert das Aussehen des Steins – deshalb setzen wir sie nur dort ein, wo das bauphysikalisch sinnvoll ist.
Ausführung der Imprägnierung
Die Fassade muss sauber, tragfähig und je nach Mittel ausreichend trocken sein; die Verarbeitung erfolgt bei 10 bis 25 Grad Celsius. Das Mittel wird mit Quast oder Drucksprühgerät in zwei Arbeitsgängen satt aufgetragen, angrenzende Bauteile werden geschützt. Es dürfen keine Farbtonveränderungen, Glanzstellen oder klebrigen Flächen entstehen. Die Wasseraufnahme soll nach 24 Stunden um mindestens 70 Prozent reduziert sein, was sich mit dem Karsten'schen Prüfröhrchen nachweisen lässt; die Wasserdampfdiffusion darf dabei um höchstens 10 Prozent sinken.
Ablauf
Nach der Besichtigung erhalten Sie ein Angebot mit Verfahrensempfehlung, Zeitplan und gegebenenfalls Schutzmaßnahmen für Eingänge, Fenster und Außenanlagen. Die Arbeiten führen wir abschnittsweise und in Abstimmung mit Ihren Betriebszeiten aus. Gemeinsam mit unserer Glas- und Rahmenreinigung erhalten Sie die gesamte Gebäudehülle aus einer Hand.



